Communiqué: Grenzen öffnen – Solidarität statt Faschismus

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Rund 500 Menschen waren gestern Abend auf der Strasse, um ein starkes Zeichen gegen Faschismus und für Solidarität zu setzen.

Die Demo lief vom Claraplatz über die Mittlere Brücke, bis zum Spiegelhof, wo sie von Bullen blockiert und unvermittelt mit Gummischrot und Tränengas angegriffen wurde. Nach einer kurzen Neuorientierung lief sie dennoch mit rund 400 Menschen weiter bis zum Voltaplatz. Die Stimmung war entschlossen und kämpferisch.

Wir konnten nicht wie geplant durch die Innenstadt laufen, doch wir lassen uns nicht von den Strassen drängen! Wir solidarisieren uns mit den Opfern der Ausbeutung und der Kriege, auf denen der Wohlstand dieses globalen Nordens, überhaupt beruht, und die auf unmenschliche Weise weggesperrt und ermordet werden sollen. Hierbei sehen wir nicht tatenlos zu. Wir fordern Solidarität statt Faschismus!

Unsere solidarischen Gedanken und Grüsse senden wir an die EU-Aussengrenze zwischen der Türkei und Griechenland, wo sich die Lage in den letzten Tagen zunehmend verschärft und derzeit auf der Insel Lesbos in einen blutigen Horror mündet: Mindestens eine flüchtende Person wurde bisher durch scharfe Munition der griechischen Grenzwache ermordet, mehrere Personen wurden verletzt. Unterstützende Strukturen werden von faschistischen Banden angegriffen und Helfer*innen und Schutzsuchende durch die Strassen gejagt und attackiert. Berichtet wird von einem rechtsfreien Raum, in welchem die faschistischen Banden ungestört agieren können.

Als die AfD im Jahr 2015 die Erschiessung von Flüchtenden forderte, war sie noch allein mit ihren Morddrohungen. 5 Jahre später wird die Parole nun zur Realität. Dieser Horror führt nicht etwa zu einem «Erwachen», sondern zu einer fortschreitenden Faschisierung: 700 Millionen Euro Finanzhilfe soll Griechenland von der EU erhalten, um die Europa-Aussengrenze weiter aufzurüsten. Hunderte Frontex-Grenzschützer*innen werden an die griechische Grenze geschickt werden. Hier ist auch die Schweiz involviert: Sie ist bei Frontex personell und finanziell dabei und so mitverantwortlich für das Elend und die Toten an Europas Grenzen. Europa ist eine Mörderin! Reissen wir die Grenzen nieder! Lasst uns die Festung Europa stürzen!

Bi hevra dijî faşîzmê – tu jî rabe!
Faşizme Karşı Omuz Omuza!
Schulter an Schulter gegen den Faschismus!

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