Spendenaufruf: Finanzielle Unterstützung, da wo sie gebraucht wird!

Sowohl in der Türkei als auch in Griechenland und in den Balkanstaaten leben zehntausende Geflüchtete in absolut unzumutbaren Zuständen. Um solidarische Projekte vor Ort finanziell zu unterstützen, hat OpenEyes einen Aufruf gestartet um für Projekte vor Ort zu spenden. Die eingehenden Spenden werden nach Bedarf und Dringlichkeit aufgeteilt. Danke für deine Unterstützung! Jeder Beitrag verändert die prekäre Lebensrealität von Menschen, die auf ihrer Flucht mit dem brutalen Abwehrregime Europas konfrontiert sind. Hier eine Beschreibung der drei Projekte. Ganz unten findet ihr die Kontoangaben.

1.  Halkların Köprüsü

Unterstützung von Geflüchteten in der Türkei

Halkların Köprüsü (Brückenschlag zwischen den Völkern) ist eine NGO in der Türkei, die sich für die Rechte von Geflüchteten einsetzt. Halkların Köprüsü betreibt Sozialzentren, die als Orte der Begegnung und der Vernetzung dienen. Dort führen die Aktivist*innen Rechtsberatungen durch und vermitteln wenn möglich Unterkünfte an bedürftige Personen. Auch im Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen in der Türkei, insbesondere an der türkisch-griechischen Grenze, gehören sie zu den wenigen regierungsunabhängigen Organisationen, die sich – so gut wie möglich auch direkt vor Ort – für die Rechte und die Versorgung der Betroffenen einsetzt.

Halkların Köprüsü war in der Nacht vom 6. März 2020 mit zuvor gesammelten Spenden nach Edirne gereist. Die vorgängigen Abklärungen hatten ergeben, dass in der Grenzregion insbesondere Lebensmittel und Wasser, Babynahrung, Windeln und andere Hygieneartikel, Kleidung und Kinderschuhe gebraucht wurden. Die Spenden wurden vom Reisebus aus direkt an die Geflüchteten verteilt, bis die Polizei eingriff und Halkların Köprüsü aufforderte, die Waren an das anerkannte Hilfswerk AFAD oder den Roten Halbmond zu übergeben. Es musste ein neuer Ausgabeort gefunden werden – letztlich konnten alle Hilfsgüter auf einem Feldweg zwischen Karaağaç und der Grenze verteilt werden. (Vollständiger Bericht auf Türkisch und auf Englisch)

Zudem teilte uns eine Aktivistin mit, dass Halkların Köprüsü, solange Geflüchtete am Istanbuler Busbahnhof ausharren mussten, täglich 50 bis 100 Mahlzeigen verteilt hat. Familien, die aus dem Camp am Grenzübergang Pazarkule ins Landesinnere zurückgekehrt resp. zur Rückkehr gezwungen worden waren und nun keine Unterkunft mehr haben, versucht Halkların Köprüsü Wohnungen zu vermitteln. In vielen dieser Fälle muss die Miete in einer Anfangsphase von Halkların Köprüsü übernommen werden. Halkların Köprüsü wird weiterhin auf die Bedürfnisse der betroffenen Menschen reagieren und diese – wo immer möglich – mit den nötigsten Gütern unterstützen. Unterstützen wir Halkların Köprüsü!

2. The Lava Project

Eine Wäscherei auf Lesbos

Das Lava Project ist eine Wäscherei für das Moria-Camp auf Lesbos. Obwohl das Lager nur für rund 3’000 Menschen ausgerichtet ist, harren aktuell in und um Moria rund 20’000 Menschen aus – oft stecken die Betroffenen über Monate oder sogar Jahre hinweg in dem überfüllten Camp fest und warten auf die Behandlung ihrer Asylgesuche. Neben ungenügender Unterbringung, ungenügender sanitärer Infrastruktur, fehlender Versorgung mit ausreichend sauberem Wasser und Nahrungsmitteln, fehlt es auch an einer Waschmöglichkeit für Kleider und andere Textilien. Dies trägt weiter zu den gegebenen unhygienischen Bedingungen bei, welche die Verbreitung von Krankheiten befeuern. In genau dieser Lücke agiert das Lava Project.

Die Aktivist*innen des im Juni 2019 gegründeten Lava Projects waschen monatlich 1’400 Säcke voller Wäsche – insbesondere von Müttern und ihren Babys, unbegleiteten Minderjährigen, jungen Frauen und Medizinalwäsche. Ist die Kapazität erst einmal ausgebaut, kann das Volumen auf 3’500 bis 4’000 Säcke gesteigert werden. Hierzu fehlen dem Lava Project monatlich ca. 3’000 Franken. Leisten wir einen Beitrag an die grundlegende Versorgung der Betroffenen in Moria.

3. NoNationTruck

Mobile und flexible humanitäre Hilfe in Krisenregionen

Der NoNationTruck soll ab Sommer 2020 auf den serbisch/bosnischen Fluchtrouten rollen und dort warmes Essen verteilen, Raum für medizinische Notversorgung bieten und mit einem Stromversorgungssystem ausreichend Energie generieren, um ca. 50 Mobiltelefone aufzuladen. Der Siebentonnen-LKW befindet sich aktuell im Umbau.

Bereits abgeschlossen sind der Bau der Dachfenster, Seitenfenster, Seitentür, Abbau der Ladebordwand, Außenwanddämmung, die Dachdämmung, die Kofferraumklappen und die Möbel für den Innenausbau. Im nächsten Schritt geht es um die Decken- und Bodendämmung, das Verlegen der Elektrik und die Hintertür. In den nächsten Wochen werden folgende Kosten auf das noch junge Projekt zukommen: Gasherdfläche für 200 Portionen pro Tag (800 Euro), Gasanlage und Gasflaschen (420 Euro), Grossküchenabwaschbecken (250 Euro), Wasserpumpe 24v (80 Euro), Frisch- und Abwasserschläuche sowie Anschlüsse (70 Euro), 100l Kühlschrank (250 Euro), Stromleitungen und Licht (100 Euro), Hängeschränke (500 Euro), Regale (80 Euro), Küchenzeile (400 Euro), Lüftung (50 Euro). Insgesamt sind das 3’000 Euro – leisten wir einen Beitrag.

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OpenEyes sammelt aktuell Spenden für diese drei Organisationen, die hier aufgeführt sind. Wir werden die eingehenden Spenden nach Bedarf und Dringlichkeit aufteilen.

Spendet direkt auf das Konto von Open Eyes (siehe unten) oder via Homepage von OpenEyes.

Open Eyes Balkanroute, 3011 Bern
Postcheckkonto: 61-499563-0
IBAN: CH02 0900 0000 6149 9563 0

Bankadresse: PostFinance AG, Mingerstrasse 20, 3030 Bern, Switzerland
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