Wir hinterlassen Spuren – #LeaveNoOneBehind

gesehen auf barrikade.info

Solidarität hört nicht bei unseren Nachbar*innen auf. 40.000 Menschen sitzen auf den griechischen Inseln fest, ohne Schutz vor Corona. Wir fordern die Schweiz auf, diese Menschen zu evakuieren. Da wir nicht gemeinsam auf die Strasse gehen können, machen wir es nacheinander und hinterlassen unsere Spuren mit Kreide vor der Jesuitenkirche Luzern oder auf dem Helvetiaplatz Zürich. Sonntag 05.04. von 10.00 – 18.00 Uhr. Für grenzenlose Solidarität! #LeaveNoOneBehind

Hinterlasse deine Fussabdrücke und deine Botschaft mit Kreide im Bilderrahmen.
Mach ein Foto und teile es über deine Kanäle.
#LeaveNoOneBehind #WirHabenPlatz #SeebrueckeCH
#LeaveNoOneBehind oder Für grenzenlose Solidarität.

„2 Meter Abstand sind ein Privileg“

Wir befinden uns im Shut-Down. Wir bleiben zuhause oder halten zumindest zwei Meter Abstand, achten auf Hygiene und tragen bei engeren Kontakten einen Mundschutz. Wir sind solidarisch mit unserer Nachbarin und kaufen für sie ein. Wir sind solidarisch mit unseren Eltern und liefern ihnen warme Mahlzeiten.

Solidarität hört jedoch nicht bei unseren Nächsten auf. Sie kennt keine Grenzen, weder zwischen gesellschaftlichen Schichten noch zwischen Ländern. Während wir die Vorgaben des BAG gut einhalten können, bleiben zwei Meter Abstand an anderen Orten ein Privileg. In Notschlafstellen. In Asylunterkünften. In den Lagern in Idlib, Libyen oder den griechischen Inseln. Lassen wir diese Menschen nicht zurück!

In den Lagern auf den griechischen Inseln müssen 40.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen ausharren. Auf engstem Raum. Ohne hygienische Mindeststandards. Weitgehend ohne medizinische Versorgung. Die Lager an sich sind eine permanente Menschenrechtsverletzung.

Versammlungen von Menschenmengen sind zurzeit unverantwortlich. Genauso unverantwortlich wäre es aber, angesichts der sich weiter zuspitzenden humanitären Katastrophe nicht zu protestieren. Wenn wir nicht gemeinsam demonstrieren können, dann machen wir das nacheinander! Wenn wir uns mit zwei Meter Abstand an der Supermarktkasse anstellen können, dann können wir das auch für Solidarität!

Wir hinterlassen dafür unsere Spuren, mit Kreide gezeichnet im öffentlichen Raum, um zu zeigen: Wir sind viele! Wir fordern ein Handeln! Die griechischen Inseln müssen umgehend evakuiert werden! Wir wissen: Die Schweiz kann das. Weltweit wurden Schweizer Tourist*innen mit Flugzeugen zurückgeholt. Jetzt müssen die Menschen von den griechischen Inseln geholt werden.