Soli-Banner-Action // Soli-Transpi-Aktion

[deutsch weiterunten]

Some photos of banners have already been sent in, which carry the critic of Fortress Europe and the solidarity with the refugees into public space.

When several politicians use the rhetoric of war to enforce measures against the spread of the corona virus, when borders have been closed, when people at the borders are attacked by the police and by right-wing citizens and the corona virus is spreading, resistance against it and boundless, lived solidarity is even more important. What is happening on the Greek-Turkish border, in the camps on Europe’s external borders, but also in the asylum camps in Switzerland, must not be allowed to sink in the current turbulence. We must look and listen, take criticism into the public space and support each other.

Texts, photos, video messages and so on can also be sent in.

077 406 60 66 (Signal, Telegram & WhatsApp)

info@riseagainstborders.org

What can people do at the moment? (This is not an completed list)


Es sind schon einige Fotos von Transparenten eingeschickt worden, die die Kritik an der Festung Europa und die Solidarität mit den Menschen auf der Flucht in den öffentlichen Raum tragen. Wen mehrere Politiker*innen die Rhetorik des Krieges nutzen um Massnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus durchzusetzen, die Grenzen dicht gemacht werden, Menschen an den Grenzen von der Polizei und von rechten Bürger*innen angegriffen werden und das Corona-Virus sich verbreitet, ist Widerstand dagegen und grenzenlose, gelebte Solidarität umso wichtiger. Was an der griechisch-türkischen Grenze, in den Lagern an Europas Aussengrenzen, aber auch in den Asyllagern in der Schweiz geschieht, darf in den momentanen Turbulenzen nicht untergehen. Wir müssen hinschauen und zuhören, die Kritik in den öffentlichen Raum tragen und einander unterstützen.

Weiterhin können Texte, Fotos, Videobotschaften und so weiter eingeschickt werden.

077 406 60 66 (Signal, Telegram & WhatsApp)

info@riseagainstborders.org

Was kann mensch im Moment tun? (Dies ist  keine abgeschlossene Aufzählung)

.

Bild 1 von 19

Video einer Balkondemonstration

Soli@Home

gefunden auf: openeyes.ch

Musikalische und andere Beiträge gesucht!

Liebe DJ*anes, liebe Musiker*innen, liebe Tänzer*innen, liebe Autor*innen, liebe Künstler*innen, leibe alle

Das Coronavirus legt den Alltag vielerorts – auch in Westeuropa – lahm. Der Bundesrat ruft dazu auf, wenn möglich zu Hause zu bleiben, unnötige soziale Kontakte zu vermeiden und sich insbesondere regelmässig und gründlich die Hände zu waschen. Diese im Prinzip simplen Handlungsanweisungen zu befolgen, ist für viele Menschen aber schlicht durch ihre Wohn- und Lebensbedingungen unmöglich: An der griechisch-türkischen Grenze harren tausende Menschen aus, die Lager auf den Ägäis-Inseln sind mit insgesamt über 40’000 Menschen überfüllt und auch in der Schweiz sind Geflüchtete nach wie vor in Zentren untergebracht, wo sie in Mehrbettzimmern schlafen und sich sowohl Küche als auch Bad teilen (einen sehr ausführlicher Hintergrundbericht zur katastrophalen Lage in Griechenland und der Türkei findet ihr hier.

OpenEyes hat sich 2015 aus dem Fluchthilfekonvoi Open Borders Caravane gebildet. Wir verstehen unser Engagement nicht als karitatives Handeln, sondern als politischen Akt der Solidarität (weitere Infos). Wir unterstützen Projekte von Geflüchteten und von – meist kleinen – NGOs oder lokalen Initiativen, die ihrerseits Geflüchtete direkt unterstützen. Aktuell im Vordergrund stehen die Förderung medizinischer Versorgung, die Verteilung von Lebensmitteln und Wasser oder das Bereitstellen von Elektrizität und Kommunikationsinfrastruktur – zur Zeit befinden wir uns noch in der Abklärungsphase, welche Projekte konkret unterstützt werden. Auf openeyes.ch werden wir fortlaufend informieren.

Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sehen vor, dass wir unsere direkten Sozialkontakte minimieren. Aber auch in Zeiten des Coronavirus können uns Musik, Tanz, Gesang oder Bücher verbinden – untereinander im Quartier und der Stadt oder aber über Grenzen hinweg. Deshalb suchen wir Dich! OpenEyes ruft die Initiative «Soli@Home» ins Leben. DJ*anes, Musiker*innen, Tänzer*innen, Autor*innen und Künstler*innen aller Art können uns ein Set, ein Musikstück, ein Video oder was auch immer zur Verfügung stellen, welches wir auf unserer Homepage veröffentlichen dürfen. Menschen können von zu Hause aus alleine oder zur gleichen Zeit wie ihre Freund*innen auf Eure Musik zugreifen. Party@Home. Und Soli, weil die Hörer*innen und Zuschauer*innen gleichzeitig gebeten werden, für die von OpenEyes unterstützen Projekte zu spenden.

Gerne würden wir auch Live-Sets über die OpenEyes Website übertragen oder eine Lesung streamen… technische Details (Livestream, Soundfile, Video usw.) können wir gerne noch per Mail klären. Aber fangen wir einfach mal an. Wer uns mit einem oder mehreren Beiträgen unterstützen möchte, kann sich per Mail bei uns melden.

Aufruf als PDF /// Danke für die Unterstützung.

Solidarität statt Abschottung!

#RiseAgainstBorders

Solidarität und Widerstand statt Festung Europa!

Wir rufen auf zu Aktionstagen! Seid kreativ.

Während der Corona-Virus alles dominiert, sterben weiterhin Menschen an den Aussengrenzen Europas. Auf Lesbos sind bei einem Brand im Geflüchteten-Lager Moria fünf Menschen gestorben! Faschistische Banden rufen dazu auf, Menschen auf der Flucht zu töten. Die europäische Migrationspolitik entscheidet sich, statt Menschen aufzunehmen, mit noch mehr Gewalt gegen sie vorzugehen! Es sind bereits erste Corona Fälle in den unterschiedlichen Lagern bekannt, jedoch werden keine Schutz und Hygienemassnahmen getroffen.
Wir müssen jetzt solidarisch bleiben! Auch wenn wir nicht alle zusammen kommen können, gibt es unzählige Möglichkeiten an diesen Tagen unseren Widerstand gegen die Festung Europa sichtbar zu machen!

Öffnet die Grenzen! Nehmen wir geflüchtete Menschen in der Schweiz auf!

Solidarität und Widerstand statt Festung Europa!

Aufruf: TRANSPI SOLI-AKTION

Solidarität mit Schutzsuchenden in Griechenland und der EU-Aussengrenze – TRANSPI SOLI-AKTION

Am Samstag, 21.3.2020 – Internationaler Tag gegen Rassismus

Solidarität und Zusammenhalt sind in einer Krisenzeit wie dieser notwendiger denn jeh.

Corona stellt alle andere Themen in den Schatten – die humanitäre Katastrophe an der EU-Außengrenze und die Gewalt gegen Menschen auf der Flucht besteht jedoch weiterhin – auch wenn dies kaum mehr Eingang in die mediale Berichterstattung findet. Menschen, die in den vielfach überfüllten Lagern auf Lesbos und Samos festgehalten werden, haben keinen Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung und damit auch keine Chance sich gegen die um sich greifende Corona-Pandemie zu schützen. Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, werden an der europäischen Außengrenze mit Tränengas und Wasserwerfern zurückgedrängt und sind der Gewalt von Grenzbeamten und faschistischen Gruppierungen ausgesetzt. Es darf nicht sein, dass der Schutz von Grenzen wichtiger ist als der Schutz von Menschenleben!

Wenn sich alle darauf einigen können, dass alle Menschen im Falle einer Pandemie das Recht haben, geschützt zu werden, dann müssen sich auch alle darauf einigen können, dass alle Menschen beim Überschreiten der Grenzen und bei der Suche nach Sicherheit ein Recht auf Schutz und Asyl haben.

Am 21.3.2020 ist Int. Tag gegen Rassismus und ihr seid eingeladen euch von der Quarantäne aus bei dieser solidarischen Transpi-Aktion zu beteiligen und mitzumachen.

Was ihr braucht: Stoff oder ein Leintuch, Farben und Pinsel, ein Fenster oder einen Balkon und ein wenig Zeit.

Wir rufen dazu auf Solidarität mit Schutzsuchenden an der EU-Außengrenze zu zeigen und am 21.3.  die Botschaft von unseren Wohnungen aus auf die Straßen, die Innenhöfe und in die Öffentlichkeit zu tragen. Nicht wegschauen – hinschauen. Zeigt Haltung, bezieht Position und bleibt solidarisch!

Unter dem Hashtag #grenzentöten könnt ihr gerne eure Fotos posten.

Seid kreativ und erfinderisch. Sonst sind hier beispielhaft ein paar Slogans angeführt die  verwendet werden können:

  • Grenzen töten – sicher Fluchtwege schaffen
  • Nein zur Festung Europa
  • Solidarität trotz Corona – Refugees welcome!
  • Solidarität hier, jetzt und überall – auch für Schutzsuchende in Griechenland!
  • Stop violence – open the border
  • Say it loud, Say it clear, Refugees are welcome here!
  • #wirhabenplatz
  • No dirty hands- no dirty deals! EU Türkei Deal stoppen!
  • Grenzen auf- Lager evakuieren- Gesunheitsversorgung für ALLE!

Solidarität statt Abschottung

+++Asylrecht ausser Kraft gesetzt+++Zehntausende in griechischen & türkischen Lagern in akuter Gefahr+++Tote bei Feuer in Moria auf Lesbos+++Erste Ansteckungen in den Bundesasylzentren (Bundeslager)+++

In Zeiten des Coronavirus ist der Widerstand dringender als je zuvor. Machen wir unseren Widerstand gegen die Festung Europa und unsere Wut über die Gewalt an den Grenzen sichtbar: Wir können Transpis & Plakate aufhängen, Stadt verschönern, Buttons tragen, Sticker kleben, in Briefkästen flyern und und und. Fotos hierhin schicken:

info@riseagainstborders.org
077 406 60 66 (Signal, Telegram & WhatsApp)
riseagainstborders.org

Wir fordern:
Sofortige Evakuierung der Griechischen Lager
Stopp Asylentscheide
Schutz & Wohnraum für Geflüchtete aus Schweizer Kollektivunterkünften

#RiseAgainstBorders

 

Communiqué zur kämpferischen Demo Festung Europa einreissen

Say it loud, say it clear: Refugees are welcome here! Am Montagabend haben sich etwa 400 Menschen in Winterthur selbstbestimmt und laut die Strassen genommen, um gegen die abscheuliche und unmenschliche Antiasylpolitik der EU zu protestieren und sich mit den flüchtenden Menschen zu solidarisieren.

In den letzten Tagen hat sich die Situation an der griechisch-türkischen Grenzen und auf den griechischen Inseln nochmals dramatisch zugespitzt. Zehntausende Geflüchtete harren zwischen den Grenzen aus und werden von der griechischen als auch von der türkischen Polizei, wie auch von Militär und Frontex mit Tränengas, Blendgranaten und Wasserwerfern angegriffen.

Seit Anfang des Jahres sind 1400 Menschen an den Grenzen der EU gestorben. Doch die EU zeigt kein Interesse, das Problem gemeinsam anzugehen. Der Grund dafür: Niemand hätte dabei etwas zu gewinnen, ausser die ertrinkenden Menschen. Beim Bahnhof sprach ein Redner: «Die Antiasylpolitik der EU ist eine Bankrotterklärung der europäischen Ideen. Unsere Werte sind zusammen mit Tausenden Frauen, Männern und Kindern im Mittelmeer ertrunken.»
Auf Hilfe von der Regierungen warten beide Seiten, Flüchtende und wütende Bewohner*nnen, vergeblich. Denn während die EU die Grenzen für Menschen in Not schliesst, öffnet sie Tür und Tor für faschistisches Gedankengut und deren gewalttätige Hetze.

Die Demonstrant*innen fordern die sofortige Öffnung der Grenzen, die Aufhebung des Dublin-Systems, und dass die Schweiz Flüchtende direkt aus den Krisengebieten aufnimmt. Ihr Widerstand gilt dem Faschismus, den imperialen kriegstreibenden Staaten und dem ausbeutenden kapitalistischen System. Dazu wurden über die ganze Demo hinweg laut und kämpferisch Parolen skandiert. Für ein paar Minuten stand in Winterthur der Verkehr still als der Busverkehr am Bahnhof blockiert wurde und die Route über die Stadthaus- und Technikumsstrasse führte.

Am Schluss wurde noch aufgerufen sich am Samstag an der Demo in Bern zu beteiligen.

Kein Mensch ist illegal- Solidarität kennt keine Grenzen
Samstag-14.3
15:00 Schützenmatte

#RiseAgainstBorders

DE/EN/TR

Zur Eindämmung des Coronavirus wurden verschiedene Massnahmen veröffentlicht. Uns ist es wichtig auf die Risikogruppen Rücksicht zu nehmen, deshalb wird auch die Demonstration „Kein Mensch ist illegal“ vom 14. März in Bern (CH) nicht durchgeführt.

Das heisst aber nicht, dass wir unseren Protest nicht nach aussen tragen können. Machen wir unseren Widerstand gegen die Festung Europa und unsere Wut über die Gewalt an den Grenzen sichtbar: Wir können Transpis aufhängen, Buttons tragen, Sticker kleben, in kleinen Gruppen protestieren oder oder oder. Fotos können mit einem kurzen Kommentar an folgende Kontakte geschickt werden:

riseagainstborders(at)openeyes.ch

077 406 60 66 (Signal, Telegram & WhatsApp)

Die Fotos werden anschliessend veröffentlicht. Seien wir kreativ – Solidarität kennt keine Grenzen, auch Corona bringt uns nicht zum Schweigen! Unsere Solidarität braucht es aber auch hier. Achten wir auf die Menschen in unserer Umgebung und organisieren wir Nachbar*innenschaftshilfe. Und es braucht Kritik:

  • Kritik an der ungleichen Verteilung von Ressourcen

  • Kritik am ungleichen Zugang zu gesundheitlicher Versorgung

  • Kritik daran, dass in Krisensituationen staatliche Strukturen die in ihnen verankerten Diskriminierungsmechanismen und Machtverhältnisse noch einmal verstärkt reproduzieren.

#RiseAgainstBorders

——————————————–

To prevent the further spread of the corona virus, some measures have been made public. It is important to us to take care of at-risk groups, which is why we will not hold the „No one is illegal“ demonstration on the 14th of march in Berne (CH).

However this doesn’t mean that we can’t protest. Let’s make our resistance against the fortress Europe and our anger about the violence at the borders visible: We can hang up banners, wear pins, stick stickers, protest in small groups, etc etc etc. Pictures can be sent with a short comment to the following contacts:

riseagainstborders(at)openeyes.ch

077 406 60 66 (Signal, Telegram & WhatsApp)

The pictures will subsequently be published. Let’s be creative – solidarity knows no borders, not even Corona will silence us! Our solidarity is also needed here.

Let’s take care of people in our surroundings and organise help for our neighbors. And critisism is needed:

  • Critisism of the unequal distribution of resources

  • Critisism of unequal access to healthcare

  • Critisism of the fact that structures of the state and their machanisms of discrimination and power relations are being intensified in times of crisis.​

#RiseAgainstBorders

—————————————————————-

Corona virüsü kapsamında ülke genelinde çeşitli önlemler yayınlandı. Risk gruplarını tehlikeye atmamak bizim için önemli olduğundan, 14 Mart Cumartesi Bern (CH)’de yapılması planlanan “Kein Mensch ist illegal” eylemi iptal edilmiştir.

Ancak bu, protestolarımızı dışarıya taşıyamayacağımız anlamına gelmiyor. Avrupa kalesine karşı direnişimizi ve sınırlarda göçmenlere uygulanan şiddete karşı öfkemizi başka biçimlerde görünür hale getirebiliriz: Pankartlar asabiliriz, stickerlar yapıştırabiliriz, küçük gruplarla protestolar gerçekleştirebiliriz, vs vs… Bu eylem biçimlerini fotoğraflayıp kısa bir açıklama ile yayınlanması için gönderebilirsiniz:

riseagainstborders(at)openeyes.ch

077 406 60 66 (Signal, Telegram & WhatsApp)

Yaratıcı olma zamanı- Dayanışma sınır tanımaz, bizi Corona da susturamaz!

Dayanışmamıza burada da ihtiyaç var: Çevremizdeki insanlara dikkat etmeli, özellikle risk grubundaki komşularımızla dayanışma ve yardımlaşma örgütlemeliyiz.

Ayrıca eleştirilerimiz de gerekiyor:

  • Kaynakların eşit olmayan dağılımına yönelik eleştiriler

  • Sağlık hizmetlerine erişimin eşit olmamasına yönelik eleştiriler

  • Kriz durumlarında devlet yapılarının, bunlara bağlı ayrımcılık ve güç mekanizmalarının yeniden üretildiği gerçeğinin eleştirisi.

#RiseAgainstBorders

Communiqué: Grenzen öffnen – Solidarität statt Faschismus

found on barrikade.info

Rund 500 Menschen waren gestern Abend auf der Strasse, um ein starkes Zeichen gegen Faschismus und für Solidarität zu setzen.

Die Demo lief vom Claraplatz über die Mittlere Brücke, bis zum Spiegelhof, wo sie von Bullen blockiert und unvermittelt mit Gummischrot und Tränengas angegriffen wurde. Nach einer kurzen Neuorientierung lief sie dennoch mit rund 400 Menschen weiter bis zum Voltaplatz. Die Stimmung war entschlossen und kämpferisch.

Wir konnten nicht wie geplant durch die Innenstadt laufen, doch wir lassen uns nicht von den Strassen drängen! Wir solidarisieren uns mit den Opfern der Ausbeutung und der Kriege, auf denen der Wohlstand dieses globalen Nordens, überhaupt beruht, und die auf unmenschliche Weise weggesperrt und ermordet werden sollen. Hierbei sehen wir nicht tatenlos zu. Wir fordern Solidarität statt Faschismus!

Unsere solidarischen Gedanken und Grüsse senden wir an die EU-Aussengrenze zwischen der Türkei und Griechenland, wo sich die Lage in den letzten Tagen zunehmend verschärft und derzeit auf der Insel Lesbos in einen blutigen Horror mündet: Mindestens eine flüchtende Person wurde bisher durch scharfe Munition der griechischen Grenzwache ermordet, mehrere Personen wurden verletzt. Unterstützende Strukturen werden von faschistischen Banden angegriffen und Helfer*innen und Schutzsuchende durch die Strassen gejagt und attackiert. Berichtet wird von einem rechtsfreien Raum, in welchem die faschistischen Banden ungestört agieren können.

Als die AfD im Jahr 2015 die Erschiessung von Flüchtenden forderte, war sie noch allein mit ihren Morddrohungen. 5 Jahre später wird die Parole nun zur Realität. Dieser Horror führt nicht etwa zu einem «Erwachen», sondern zu einer fortschreitenden Faschisierung: 700 Millionen Euro Finanzhilfe soll Griechenland von der EU erhalten, um die Europa-Aussengrenze weiter aufzurüsten. Hunderte Frontex-Grenzschützer*innen werden an die griechische Grenze geschickt werden. Hier ist auch die Schweiz involviert: Sie ist bei Frontex personell und finanziell dabei und so mitverantwortlich für das Elend und die Toten an Europas Grenzen. Europa ist eine Mörderin! Reissen wir die Grenzen nieder! Lasst uns die Festung Europa stürzen!

Bi hevra dijî faşîzmê – tu jî rabe!
Faşizme Karşı Omuz Omuza!
Schulter an Schulter gegen den Faschismus!

Schluss mit Toten an der Grenze und rassistischer Gewalt / Stop border deaths and racist violence

found on barrikade.info

*** english version below ***

Die europäische Antiasylpolitik eskaliert: An der türkisch-griechischen Grenze schiesst die Polizei mit Tränengas auf Flüchtende, ein Flüchtender wurde dabei bereits getötet; Griechenland setzt für einen Monat das Asylrecht aus; auf Lesbos greifen Faschist*innen vor den Augen der Polizei Geflüchtete in den Booten an, bedrohen Helfer*innen und attackieren Journalist*innen. Wir schauen dem nicht tatenlos zu: Stehen wir zusammen und bekämpfen wir die Festung Europa!!

Deshalb fordern wir die sofortige Öffnung der Grenzen, die Aufhebung des Dublin-Systems sowie die Kündigung des europäisch-türkischen Flüchtlingsdeal! Wir fordern die Schweiz ausserdem dazu auf, Flüchtende direkt aus den Krisengebieten in der Türkei, Syrien und Griechenland aufzunehmen – insbesondere schutzbedürftige Menschen wie Familien mit Kindern!

Spontane Kundgebung morgen Dienstag, 3.3. 18:30 Uhr, Zürich HB
SAY IT LOUD, SAY IT CLEAR – REFUGEES ARE WELCOME HERE!

Die europäische Antiasylpolitik eskaliert: An der türkisch-griechischen Grenze schiesst die Polizei mit Tränengas auf flüchtende Menschen, ein Flüchtender wurde dabei bereits getötet; Griechenland setzt für einen Monat das Asylrecht aus; auf Lesbos greift die Küstenwache mit Schusswaffen Flüchtende in den Booten an, Faschist*innen bedrohen Helfer*innen und attackieren Journalist*innen. Wir schauen dem nicht tatenlos zu: Stehen wir zusammen und bekämpfen wir die Festung Europa!

Was wir derzeit in der Ägäis an Gewalt gegen Flüchtende erleben ist unerträglich. Menschen, die auf der Suche nach Schutz nach Europa kommen, werden brutaler Repression ausgesetzt. Die derzeitige Eskalation der Gewalt ist Teil des menschenfeindlichen Spiels, das die Türkei, Griechenland und die EU (mit Beteiligung der Schweiz) mit den Leben der Menschen spielen. Der Wunsch der Flüchtenden nach einer besseren Zukunft wird für politische Manöver ausgenutzt. Sie werden wie eine Ware von den verschiedenen Regierungen für ihre strategischen Zwecke ausgenutzt.

Griechenland hat das Recht auf Asyl in Verletzung der Genfer Flüchtlingskonvention ausser Kraft gesetzt. Die Situation vor Ort ist verheerend: Überfüllte Lager, in denen Tausende in unmenschlichsten Bedingungen nur knapp überleben. Heimliche Verlegung der Bereitschaftspolizei auf die griechischen Inseln, um mit Tränengas und Knüppeln gegen Anwohner*innen vorzugehen. Die Polizei, Soldaten und Anti-Terror-Truppen feuern derweil mit Tränengas und Wasserwerfer gegen Flüchtende, die versuchen die Grenzübergänge auf dem Land zu passieren. All jene, denen es dennoch gelingt, Griechenland zu erreichen, droht Inhaftierung. Boote werden noch im Wasser von der Küstenwache angegriffen.
Auf der anderen Seite der Grenze ist die Situation ebenso grausam: Im sogenannten Flüchtlings-Deal sicherte die Türkei bisher gegen Milliarden-Zahlungen die EU-Aussengrenze. Während die humanitäre Situation in Syrien immer katastrophaler wird, verkündete Präsident Erdoğan nun die «Öffnung» der Türkischen Grenzen zur EU. Dies nicht etwa in Sorge um das Leben der Flüchtenden, sondern im Gegenteil im Versuch die EU zu zwingen, die Türkei in ihren Kriegen zu unterstützen. Tausende verzweifelter Menschen ziehen deshalb derzeit Richtung Griechenland in der Hoffnung, dort endlich in Sicherheit zu sein. Lasst uns aber nicht vergessen: Brutale Gewalt entlang der EU-Grenzen ist alltäglich – seien es Tote im Mittelmeer oder Inhaftierte in überfüllten Lagern. Die gegenwärtige Bestialität ist jedoch ein neuer Höhepunkt dieser menschenverachtenden Politik.

Aber wir haben auch Menschen gesehen, die gegen alle Widrigkeiten über die Grenzen marschieren und sich gemeinsam mit den Einheimischen gegen diese gewalttätige Politik wehren. Wir treten vereint gegen die gewalttätigen Exzesse an den Grenzen Europas an, und wir werden nicht aufhören, für eine Welt der Bewegungsfreiheit zu kämpfen!

Deshalb fordern wir die sofortige Öffnung der Grenzen, die Aufhebung des Dublin-Systems sowie die Kündigung des europäisch-türkischen Flüchtlingsdeal! Wir fordern die Schweiz ausserdem dazu auf, Flüchtende direkt aus den Krisengebieten in der Türkei, Syrien und Griechenland aufzunehmen – insbesondere schutzbedürftige Menschen wie Familien mit Kindern!

Stop border deaths and racist violence

The European anti-asylum policy is escalating: At the Turkish-Greek border the police shoots at refugees with tear gas, one refugee has already been killed in the process; Greece suspends the right of asylum for one month; on Lesvos the coastguard attacks refugees in boats using guns, fascists threaten helpers and attack journalists. We do not stand by and watch: Let’s stand together and fight the fortress Europe!

The violence against refugees we are currently observing and experiencing in the Aegean Sea is unbearable. People who come to Europe in search of protection are subjected to brutal repression. The current escalation of violence is part of the inhumane game that Turkey, Greece and the EU (with the participation of Switzerland) are playing with people’s lives. Refugees’ desire for a better future is exploited for political manoeuvres. Like a commodity, they are exploited by the various governments for their strategic purposes.

Greece has suspended the right to asylum in violation of the Geneva Convention on Refugees. The situation on the ground is devastating every day: overcrowded prisons and camps, in which thousands barely survive in the most inhumane conditions. On the Greek Islands Riot police forces secretly deployed to crack down on local inhabitants with tear gas and clubs. Riot police forces along with soldiers and anti-terror squads firing tear gas and water cannons at refugees who attempt to enter through the land border. Those who do succeed in reaching Greece face imprisonment merely for crossing the border. Boats attacked by coastguard and Frontex in the Aegean Sea and prevented from disembarking by fascists at Greek harbours.

On the other side of the border, the situation is just as cruel: in the so-called refugee deal, Turkey has this far secured the EU’s external border in return for the payment of billions, with refugees being held under miserable conditions. While the humanitarian situation in Syria is becoming increasingly catastrophic, the Turkish President Erdoğan has announced the „opening“ of Turkey’s borders with the EU. This is not in concern for the wellbeing of the refugees, but in an attempt to force the EU to support Turkey in its wars. Thousands of desperate people are therefore currently moving towards Greece in the hope of finally being safe there. Let us not forget, however: Brutal violence along the EU’s borders has been common for decades – be it deaths in the Mediterranean or detainees in overcrowded camps. The current bestiality, however, is a new high point in this inhuman policy.

But we have also seen people ‘on the move’ claiming their rights and standing in solidarity together with locals against these repressive policies. We have seen people marching across borders against all odds and against the violent European border regime. We will stand united against this cruelty! We will not stop denouncing the violent excesses at Europe’s borders and we will not stop struggling for another world of freedom of movement!

We therefore call for the immediate opening of the borders, the lifting of the Dublin system and the Termination of the European-Turkish refugee deal. We also call on Switzerland to take in refugees from the crisis areas in Turkey, Syria and Greece directly – especially vulnerable people such as families with children.