Medizinische Versorgung in Nord- und Ostsyrien braucht dringend finanzielle Unterstützung

 
Jinwar 03.04.2020

Gleiches Virus – je nach Bedingungen und Umstände aber mit ungleichen Konsequenzen:

Medizinische Versorgung in Nord- und Ostsyrien braucht dringend finanzielle Unterstützung

 

Die Corona-Pandemie ist ein globales Problem, das die weltweite Bevölkerung aber je nach Stand der Gesundheitsversorgung und vorhandener Infrastruktur unterschiedlich trifft. Nach mehreren Jahren Bürgerkrieg und nach der Besetzung eines 120 Kilometer langen und über 30km breiten Streifens syrischen Territoriums zwischen den Sädten Tal Abyad und Sere Kaniye durch die Türkei im Herbst 2019 (sogenannte Operation Friedensquelle) ist die Lage in der selbstverwalteten Region Nord- und Ostsyrien mit Blick auf die Corona-Pandemie besonders prekär: In der Region leben 4 Millionen Menschen, 600’000 Binnenvertriebene, es sind 40 Beatmungsgeräte vorhanden und bisher 35 Intensivpflegebetten.

Präventionskampagnen laufen, alle öffentlichen Gebäude sind geschlossen, in Krankenhäusern werden Quarantänestationen vorbereitet und es werden Hygiene-Kits zusammengestellt, die in den Flüchtlingslagern verteilt werden können. Dennoch sagt der Kurdische Rote Halbmond, dass sie unter den aktuellen Gegebenheiten machtlos wären, sollte es in einem Flüchtlingslager zu einem Corona-Ausbruch kommen. Um ihre Aktivitäten schnell und möglichst flächendecken aufrechterhalten zu können, ist der Kurdische Rote Halbmond dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Vor diesem Hintergrund ist die schon länger geplante und am 1. März 2020 erfolgte Eröffnung der Frauenklinik Şîfa Jin genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. Als wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung und der autonomen Frauenorganisierung wurde diese als Initiative des Frauendorfes (Kurdisch Jinwar) in Betrieb genommen. Zurzeit befindet sich die Klinik nach wie vor im Aufbau, einige Untersuchungen, Schulungen und Beratungen können aber jetzt schon durchgeführt werden. Besonders wichtig sind im Moment die in der Region organisierten Kurse zu Gesundheits- und Hygienethemen. Damit die Reichweite dieses Frauengesundheitszentrums verbessert werden kann, sammelt die Şîfa Jin Klinik Geld für ein Ambulanzfahrzeug. Dies ist deshalb wichtig, weil die medizinische Versorgung in der Region erst schwach ausgebaut ist und die Wege ins nächste Krankenhaus oft lang sind.

Flyer  

Plakat

Spenden auf: openeyes.ch

İltica Kampları İçin Acil Önlem // NOTFALLVERSORGUNG FÜR ASYLLAGER

Aufruf von : ROTA – Migrantische Selbstorganistation

İltica Kampları İçin Acil Önlem
#sofortmassnahmenfürgeflüchtete
#İlticaKamplarıİçinAcilÖnlem

Bütün dünyayı saran Korona virüsünün İsviçre’de giderek yayılmasının ardından ortalama elli kişilik kamplarda kalmak zorunda olan mültecilerin, bu süreçte yaşadıkları sorunlara karşı bir kampanya başlattık. Bu kampanya çerçevesinde Zürich, Basel, Bern, St. Gallen, Graubünden, Aargau kamplarından 20 kampta gerçekleştirdiğimiz röportajlar sonucu ortaya çıkan sorunları derlediğimiz bir rapor yayınladık. Bu rapor sonucunda aşağıdaki ihtiyaç listesinin mülteciler için, hiç vakit kaybetmeden temin edilmesi gerektiğini düşünüyoruz.

*Yıldızla belirtilmiş ihtiyaçlar Pandemi öncesinde de ihtiyaç olan ama bu süreçle birlikte temini konusunda ciddi problemler yaşanan, verilen maddi desteklerle karşılanması giderek zorlanan ekstra ihtiyaçlar olarak belirlenmiştir. Her yaş grubundan bebek için bez ve mama ihtiyacı vardır. Kamplardan dışarı çıkamayan bu insanların ve çocukların kaygı düzeylerini aşağı çekmek için, oyunların/oyuncakların temini de çok önemlidir.

İhtiyaçların Temini:

Yukarıda saydığımız acil ihtiyaçları karşılamak adına destek olmak isteyen herkes, bize aşağıdaki iletişim adreslerinden ulaşabilir. Bize ulaştığınızda sizi yönlendireceğimiz adrese Posta yoluyla gönderebilirsiniz. Posta yoluyla ulaştıramayanlar için gerekli güvenlik önlemleri alınarak; ihtiyaçların tarafımıza ulaşmasından, ardından da kamplara ulaştırılmasından biz sorumluyuz.

İhtiyaçların Kamplara Ulaşımı:

Belirlediğimiz ihtiyaçların temini sağlandıktan sonra kamplarda yasayan insan sayısına ve ürün sayısına göre ulaştırabileceğimiz kamplara paylaşımının ve paketlenmesinin hijyen kurallarına dikkat edilerek gerçekleştirilmesi bizlerin sorumluluğunda olacak.

İhtiyaçların paketlenmesinden kamplara ulaşımına kadar geçen bütün süreç, fotoğraf ve videolar aracılığıyla iletişim kanallarımızdan yayınlanacaktır.

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NOTFALLVERSORGUNG FÜR ASYLLAGER

Nachdem sich das Corona-Virus weltweit und auch in der Schweiz allmählich verbreitet hat, haben wir eine Kampagne für Flüchtlinge gestartet, welche in dieser schwierigen Situation in Asyllagern mit durchschnittlich 50 Personen untergebracht sind.

Im Rahmen dieser Kampagne haben wir Interviews in 20 Lagern aus Zürich, Basel, Bern, St. Gallen, Graubünden und Aargau durchgeführt. Basierend auf diesen Interviews haben wir einen Bericht zusammengestellt und veröffentlicht. Folgende Bedarfsliste, auf der dringend notwendige Utensilien aufgeführt sind, hat sich daraus ergeben:

* Die mit Stern gekennzeichneten Bedürfnisse standen bereits vor der Pandemie nicht zur Verfügung. Doch in dieser Situation gibt es ernsthafte Probleme mit deren Versorgung und die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel reichen nicht aus. Windeln und Nahrung werden für Babys aller Altersgruppen benötigt.
Um die Angstzustände dieser Menschen und Kinder zu senken, die die Lager nicht verlassen können, ist die Versorgung mit Spielen / Spielzeug ebenfalls sehr wichtig.

Wir sind dafür verantwortlich, alle an uns gelieferten Materialien zu desinfizieren und in Asyllagern zu liefern.

Der gesamte Prozess von der Verpackung der Bedürfnisse bis zum Transport zu den Asyllagern wird über unsere Kommunikationskanäle in Form von Fotos und Videos übertragen.

#sofortmassnahmenfürgeflüchtete
#İlticaKamplarındaAcilÖnlem

Spendenaufruf: Finanzielle Unterstützung, da wo sie gebraucht wird!

Sowohl in der Türkei als auch in Griechenland und in den Balkanstaaten leben zehntausende Geflüchtete in absolut unzumutbaren Zuständen. Um solidarische Projekte vor Ort finanziell zu unterstützen, hat OpenEyes einen Aufruf gestartet um für Projekte vor Ort zu spenden. Die eingehenden Spenden werden nach Bedarf und Dringlichkeit aufgeteilt. Danke für deine Unterstützung! Jeder Beitrag verändert die prekäre Lebensrealität von Menschen, die auf ihrer Flucht mit dem brutalen Abwehrregime Europas konfrontiert sind. Hier eine Beschreibung der drei Projekte. Ganz unten findet ihr die Kontoangaben.

1.  Halkların Köprüsü

Unterstützung von Geflüchteten in der Türkei

Halkların Köprüsü (Brückenschlag zwischen den Völkern) ist eine NGO in der Türkei, die sich für die Rechte von Geflüchteten einsetzt. Halkların Köprüsü betreibt Sozialzentren, die als Orte der Begegnung und der Vernetzung dienen. Dort führen die Aktivist*innen Rechtsberatungen durch und vermitteln wenn möglich Unterkünfte an bedürftige Personen. Auch im Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen in der Türkei, insbesondere an der türkisch-griechischen Grenze, gehören sie zu den wenigen regierungsunabhängigen Organisationen, die sich – so gut wie möglich auch direkt vor Ort – für die Rechte und die Versorgung der Betroffenen einsetzt.

Halkların Köprüsü war in der Nacht vom 6. März 2020 mit zuvor gesammelten Spenden nach Edirne gereist. Die vorgängigen Abklärungen hatten ergeben, dass in der Grenzregion insbesondere Lebensmittel und Wasser, Babynahrung, Windeln und andere Hygieneartikel, Kleidung und Kinderschuhe gebraucht wurden. Die Spenden wurden vom Reisebus aus direkt an die Geflüchteten verteilt, bis die Polizei eingriff und Halkların Köprüsü aufforderte, die Waren an das anerkannte Hilfswerk AFAD oder den Roten Halbmond zu übergeben. Es musste ein neuer Ausgabeort gefunden werden – letztlich konnten alle Hilfsgüter auf einem Feldweg zwischen Karaağaç und der Grenze verteilt werden. (Vollständiger Bericht auf Türkisch und auf Englisch)

Zudem teilte uns eine Aktivistin mit, dass Halkların Köprüsü, solange Geflüchtete am Istanbuler Busbahnhof ausharren mussten, täglich 50 bis 100 Mahlzeigen verteilt hat. Familien, die aus dem Camp am Grenzübergang Pazarkule ins Landesinnere zurückgekehrt resp. zur Rückkehr gezwungen worden waren und nun keine Unterkunft mehr haben, versucht Halkların Köprüsü Wohnungen zu vermitteln. In vielen dieser Fälle muss die Miete in einer Anfangsphase von Halkların Köprüsü übernommen werden. Halkların Köprüsü wird weiterhin auf die Bedürfnisse der betroffenen Menschen reagieren und diese – wo immer möglich – mit den nötigsten Gütern unterstützen. Unterstützen wir Halkların Köprüsü!

2. The Lava Project

Eine Wäscherei auf Lesbos

Das Lava Project ist eine Wäscherei für das Moria-Camp auf Lesbos. Obwohl das Lager nur für rund 3’000 Menschen ausgerichtet ist, harren aktuell in und um Moria rund 20’000 Menschen aus – oft stecken die Betroffenen über Monate oder sogar Jahre hinweg in dem überfüllten Camp fest und warten auf die Behandlung ihrer Asylgesuche. Neben ungenügender Unterbringung, ungenügender sanitärer Infrastruktur, fehlender Versorgung mit ausreichend sauberem Wasser und Nahrungsmitteln, fehlt es auch an einer Waschmöglichkeit für Kleider und andere Textilien. Dies trägt weiter zu den gegebenen unhygienischen Bedingungen bei, welche die Verbreitung von Krankheiten befeuern. In genau dieser Lücke agiert das Lava Project.

Die Aktivist*innen des im Juni 2019 gegründeten Lava Projects waschen monatlich 1’400 Säcke voller Wäsche – insbesondere von Müttern und ihren Babys, unbegleiteten Minderjährigen, jungen Frauen und Medizinalwäsche. Ist die Kapazität erst einmal ausgebaut, kann das Volumen auf 3’500 bis 4’000 Säcke gesteigert werden. Hierzu fehlen dem Lava Project monatlich ca. 3’000 Franken. Leisten wir einen Beitrag an die grundlegende Versorgung der Betroffenen in Moria.

3. NoNationTruck

Mobile und flexible humanitäre Hilfe in Krisenregionen

Der NoNationTruck soll ab Sommer 2020 auf den serbisch/bosnischen Fluchtrouten rollen und dort warmes Essen verteilen, Raum für medizinische Notversorgung bieten und mit einem Stromversorgungssystem ausreichend Energie generieren, um ca. 50 Mobiltelefone aufzuladen. Der Siebentonnen-LKW befindet sich aktuell im Umbau.

Bereits abgeschlossen sind der Bau der Dachfenster, Seitenfenster, Seitentür, Abbau der Ladebordwand, Außenwanddämmung, die Dachdämmung, die Kofferraumklappen und die Möbel für den Innenausbau. Im nächsten Schritt geht es um die Decken- und Bodendämmung, das Verlegen der Elektrik und die Hintertür. In den nächsten Wochen werden folgende Kosten auf das noch junge Projekt zukommen: Gasherdfläche für 200 Portionen pro Tag (800 Euro), Gasanlage und Gasflaschen (420 Euro), Grossküchenabwaschbecken (250 Euro), Wasserpumpe 24v (80 Euro), Frisch- und Abwasserschläuche sowie Anschlüsse (70 Euro), 100l Kühlschrank (250 Euro), Stromleitungen und Licht (100 Euro), Hängeschränke (500 Euro), Regale (80 Euro), Küchenzeile (400 Euro), Lüftung (50 Euro). Insgesamt sind das 3’000 Euro – leisten wir einen Beitrag.

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OpenEyes sammelt aktuell Spenden für diese drei Organisationen, die hier aufgeführt sind. Wir werden die eingehenden Spenden nach Bedarf und Dringlichkeit aufteilen.

Spendet direkt auf das Konto von Open Eyes (siehe unten) oder via Homepage von OpenEyes.

Open Eyes Balkanroute, 3011 Bern
Postcheckkonto: 61-499563-0
IBAN: CH02 0900 0000 6149 9563 0

Bankadresse: PostFinance AG, Mingerstrasse 20, 3030 Bern, Switzerland
BIC (SWIFT-Code) POFICHBEXXX

Informationen zum Coronavirus für Geflüchtete und Unterstützer*innen (D/F/E)

Informationen zum Coronavirus für Geflüchtete und Unterstützer*innen (D) /// Information about the corona virus for refugees and supporters (E) /// Informations sur le virus corona pour les réfugiés et les sympathisants (F)

Informationen zum Coronavirus für Geflüchtete und Unterstützer*innen (D)

English / français 

Artikel dazu auf Lucify.ch // Article on Lucify.ch

::: Hygieneanweisungen ::: 

  • Offizielle Informationskampagne des Bundesamtes für Gesundheit. Homepage abrufbar in Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch (oben rechts einstellen). Merkblatt in Rumantsch, Albanisch, Arabisch, Mandarin, Portugiesisch, Serbisch, Spanisch, Türkisch, Tamilisch, Farsi, Kurdisch, Somali, Tigrinya.
  • Videos von Diaspora TV in Albanisch, Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch, Kazakh, Kurdisch, Russisch, Rumänisch, Tigrinya und Spanisch

::: Informationen über Corona :::

  • Basisinformationen der Johanniter, Merkblatt in Amharisch, Arabisch, Dari, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Italienisch, Kurdisch, Polnisch, Russisch, Somali, Spanisch, Tigrinya, Türkisch
  • Informationswebseite des Ethno-Medizinischen Zentrum e. V. Die Webseite ist abrufbar in Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italientisch, Kurdisch, Pashtu, Persisch, Polnisch, Russisch, Serbisch/ Kroatisch/ Bosnisch, Spanisch, Türkisch
  • Allgemeine Informationen über das Coronavirus des Bundesamtes für Gesundheit. Die Webseite in leichter Sprache ist abrufbar in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch (oben rechts einstellen). 
  • Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Webseite ist abrufbar in Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch (oben einstellen).

::: Übersicht über die in der Schweiz ergriffenen Massnahmen :::

  • Die Webseite des Bundesamtes für Gesundheit ist abrufbar in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch (oben rechts einstellen). In leichter Sprache abrufbar in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch (oben rechts einstellen)

::: Psychische Gesundheit & Umgang mit Konflikten :::

  • Informationsblatt Quarantäne und häusliche Isolation des Berufsverbands Österreichischer PsychologInnen. Merkblatt in Deutsch (auch in einfacher Sprache), Englisch, Italienisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Spanisch, Türkisch, Bulgarisch, Arabisch, Farsi, Tschechisch, Russisch, Somali, Ungarisch, Rumänisch, Griechisch, Albanisch, Slowakisch
  • Plattform für psychische Gesundheit rund um das neue Coronavirus, Webseite nur in Deutscher Sprache.
  • Plattform inCLOUsiv von Pro Mente Sana, Webseite nur in Deutscher Sprache.

::: Medizinische Versorgung für Sans-Papiers :::

Sans-Papiers, die sich krank fühlen oder Fragen in Bezug auf den Coronavirus haben, können eine der Beratungsstellen kontaktieren. Bitte zuerst telefonisch Kontakt aufnehmen.

::: Allgemeine Beratung für Sans-Papiers :::


::: Beratung für Frauen / Häusliche Gewalt :::

  • ROSARA – Telefonberatung für Frauen in Kurdisch, Deutsch und Türkisch, mail – 079 120 09 10 / Flyer
  • Betroffene von häuslicher Gewalt können sich telefonisch an ein Frauenhaus wenden. Die Kontaktangaben zu den Frauenhäusern Aargau/Solothurn, Basel, Bern, Biel, Freiburg, Genf, Graubünden, Liechtenstein, Neuenburg, St. Gallen, Thun-Berner Oberland, Wallis, Winterthur, Zürcher Oberland, Zürich Violetta sind abrufbar auf der Webseite der Dachorganisation der Frauenhäuser der Schweiz und Liechtenstein (in Deutsch und Französisch, oben links einstellen)
  • Die Kontaktangaben zu den Männer- und Vaterhäuser in Aargau, Bern und Luzern sind abrufbar auf der Webseite Zwüschehalt
  • Mädchenhaus Zürich, 044 341 49 45 / mail – Webseite in Deutsch und Englisch (oben rechts einstellen)
  • Auch die Opferberatungsstellen sind weiterhin aktiv – die Beratungen finden per Telefon, Mail oder online statt. Übersicht über die kantonalen Beratungsangebote ist abrufbar auf der Webseite der Opferhilfe Schweiz (in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch, oben rechts einstellen)

::: Beratung und medizinische Versorgung für Sexarbeiter*innen :::

  • Bern: Xenia Fachstelle Sexarbeit, 031 311 97 20 oder 079 511 97 20 / mail, Telefonnummer für Beratung in Thai: 079 311 97 11 (Dienstag von 13 bis 16 Uhr) Webseite abrufbar in Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Tschechisch, Russisch, Rumänisch, Ungarisch, Thai, Mandarin, Portugiesisch, Arabisch, Bulgarisch (oben links einstellen)
  • Bern: House 11 – Gesundheitsangebote für Sexarbeiter*innen, 031 390 36 46

::: Unterstützung in prekärer Lebenssituation / Nahrungsmittel :::

  • Caritas-Märkte sind trotz der Corona-Pandemie geöffnet. Die verschiedenen Märkte von Genf bis Chur sind auf einer Karte auf der Homepage der Caritas zu finden (in Deutsch und Französisch, oben in der Mitte einstellen). Achtung: Um im Caritas-Markt einkaufen zu können, braucht es eine Caritas-Karte. Aktuell werden auch Tischlein-Deck-Dich-Karten akzeptiert. Caritas-Karte bestellen: Wer noch keine Karte hat, kann diese online beantragen (in Deutsch und Französisch, oben in der Mitte einstellen).
  • Bern: Verein Kirchliche Gassenarbeit Bern, Dienstag und Donnerstag am Nachmittag offen für alle und das Team ist zudem verstärkt aufsuchend unterwegs. Es wird Essen abgegeben und ein öffentlich zugänglicher Kühlschrank an der Speichergasse 8 wird regelmässig befüllt. Speichergasse 8, 3011 Bern, 031 312 38 68 / mail
  • Bern: Gemüse zum freien Preis, jeden Mittwoch von 09.00 bis 18.00 Uhr steht der Vivaconterra Gemüsestand vor der Heitere Fahne, Dorfstrasse 22/24 in 3084 Wabern.
  • Bern: Essen wird vom Verein Medina Take Away auf der Schützenmatte abgegeben. Donnerstag bis Samstag 18.30 bis 20.30 Uhr. Bericht auf Lucify.
  • Bern: Offenes Kaffee Heiliggeistkirche, Dienstag bis Freitag 11.00 bis 18.30 Uhr und Sonntag 13.00 bis 17.00.
  • Bern: CONTACT Anlaufstelle «La Gare», Aufenthalt und Esssen für Alkoholabhängige und sozial desintegrierte Personen. Geöffnet von Montag bis Samstag von 11:00 – 18:00, Bollwerk 4, 3011 Bern
  • Bern: Punkt 6, Aufenthalt, Essen und Schlaf für obdachlose Personen und Menschen, die keine Wohnung oder kein Einzelzimmer haben. An der Nägeligasse in Bern, 7 Tage offen von 06:00 -17:00 (am Wochenende evtl. eingeschränkt).

::: Mutual Aid Disaster Relief :::

  • Kollektive Pflege gegen COVID-19 von Mutual Aid Disaster Relief: Die gegenseitige Katastrophenhilfe ist ein Netzwerk für die Katastrophenhilfe an der Basis, das auf den Grundsätzen der Solidarität, der gegenseitigen Hilfe und des autonomen direkten Handelns beruht. Auf ihrer Homepage sind Informationen und Tipps in Amhara, Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Gujarati, Kreyòl Ayisyen, Hebräisch, Hindi, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Farsi, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Somali, Spanisch, Urdu, Vietnamesisch, Jiddisch zu finden.

::: Arbeitsrechtliche Beratung :::

  • Arbeitsrechtliche Beratung am Telefon. Ein Zusammenschluss aus FAU Bern, Gastrakollektiv, IWW JAM und Solnet. Beratungen in Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch und Hebräisch >>> 076 620 95 74 (Montag, Mittwoch, Freitag: 18-20 Uhr / Dienstag: 10-12 Uhr / Donnerstag: 14-16 Uhr)

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Soli@Home

gefunden auf: openeyes.ch

Musikalische und andere Beiträge gesucht!

Liebe DJ*anes, liebe Musiker*innen, liebe Tänzer*innen, liebe Autor*innen, liebe Künstler*innen, leibe alle

Das Coronavirus legt den Alltag vielerorts – auch in Westeuropa – lahm. Der Bundesrat ruft dazu auf, wenn möglich zu Hause zu bleiben, unnötige soziale Kontakte zu vermeiden und sich insbesondere regelmässig und gründlich die Hände zu waschen. Diese im Prinzip simplen Handlungsanweisungen zu befolgen, ist für viele Menschen aber schlicht durch ihre Wohn- und Lebensbedingungen unmöglich: An der griechisch-türkischen Grenze harren tausende Menschen aus, die Lager auf den Ägäis-Inseln sind mit insgesamt über 40’000 Menschen überfüllt und auch in der Schweiz sind Geflüchtete nach wie vor in Zentren untergebracht, wo sie in Mehrbettzimmern schlafen und sich sowohl Küche als auch Bad teilen (einen sehr ausführlicher Hintergrundbericht zur katastrophalen Lage in Griechenland und der Türkei findet ihr hier.

OpenEyes hat sich 2015 aus dem Fluchthilfekonvoi Open Borders Caravane gebildet. Wir verstehen unser Engagement nicht als karitatives Handeln, sondern als politischen Akt der Solidarität (weitere Infos). Wir unterstützen Projekte von Geflüchteten und von – meist kleinen – NGOs oder lokalen Initiativen, die ihrerseits Geflüchtete direkt unterstützen. Aktuell im Vordergrund stehen die Förderung medizinischer Versorgung, die Verteilung von Lebensmitteln und Wasser oder das Bereitstellen von Elektrizität und Kommunikationsinfrastruktur – zur Zeit befinden wir uns noch in der Abklärungsphase, welche Projekte konkret unterstützt werden. Auf openeyes.ch werden wir fortlaufend informieren.

Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sehen vor, dass wir unsere direkten Sozialkontakte minimieren. Aber auch in Zeiten des Coronavirus können uns Musik, Tanz, Gesang oder Bücher verbinden – untereinander im Quartier und der Stadt oder aber über Grenzen hinweg. Deshalb suchen wir Dich! OpenEyes ruft die Initiative «Soli@Home» ins Leben. DJ*anes, Musiker*innen, Tänzer*innen, Autor*innen und Künstler*innen aller Art können uns ein Set, ein Musikstück, ein Video oder was auch immer zur Verfügung stellen, welches wir auf unserer Homepage veröffentlichen dürfen. Menschen können von zu Hause aus alleine oder zur gleichen Zeit wie ihre Freund*innen auf Eure Musik zugreifen. Party@Home. Und Soli, weil die Hörer*innen und Zuschauer*innen gleichzeitig gebeten werden, für die von OpenEyes unterstützen Projekte zu spenden.

Gerne würden wir auch Live-Sets über die OpenEyes Website übertragen oder eine Lesung streamen… technische Details (Livestream, Soundfile, Video usw.) können wir gerne noch per Mail klären. Aber fangen wir einfach mal an. Wer uns mit einem oder mehreren Beiträgen unterstützen möchte, kann sich per Mail bei uns melden.

Aufruf als PDF /// Danke für die Unterstützung.

Solidarität statt Abschottung!

#RiseAgainstBorders

Support local structures and struggles in Greece and Turkey

You don’t know what to do? These three Groups who need financial support. They work at the moment at the greek-turkish border (in Lesvos or Turkey) and there is help needed! Tell it to your friends, organize solidarity events or spread it on social media. If you wa nt to add a group or association, please write to info@riseagainstborders.org

 

Halkların Köprüsü / Bridging Peoples (Turkey)

The Bridging Peoples Association aims to establish public solidarity and friendship between all peoples on the basis of equality, justice, and freedom. We prefer to call ourselves a solidarity group rather than a non-governmental organization. We stay actively engaged in politics because our lives and politics are inseparably intertwined.
https://www.halklarinkoprusu.org/en/

 

Legal Centre Lesvos

The Legal Centre Lesvos is a team of lawyers, law graduates and interpreters from across the world who show our solidarity with the migrants of Lesvos and Europe through our legal work. The project aims to create meaningful change through advocacy, strategic litigation and engagement with the refugee movement.
http://legalcentrelesvos.org/

Lesvos Solidarity

After the EU-Turkey statement came into force in March 2016, the number of refugees stuck in Lesvos dramatically increased. To respond to this changed reality and in order to effectively manage the donations in money and manpower that kept streaming in from every part of the world, part of the group of “The Village of All Together” founded Lesvos Solidarity as an official NGO. Since then, Lesvos Solidarity has continued to develop initiatives to support refugees and locals, inside and outside Pikpa camp, such as our Mosaik Support Centre. The group also continues to be a hub for political actions and mobilisation, denouncing the impact of the EU–Turkey deal.
https://www.lesvossolidarity.org/en/

Grenzen töten! Unterstützung für die No Border Kitchen in Lesbos

Flyer zum herunterladen und verteilen

Die Situation in Griechenland ist glücklicherweise und leider wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.

Glücklicherweise, da die Situation nie in Ordnung war – das öffentliche Interesse jedoch gering bis gar nicht mehr vorhanden war. Glücklicherweise also, dass wir in Westeuropa zumindest wieder vermehrt über die katastrophalen Zustände an den EU-Aussengrenzen reden und lesen.

Leider, weil die Lage sich (noch) weiter zuspitzt. Faschist*innen und Lokalbevölkerung schliessen sich zu Bürgerwehren zusammen und attackieren Aktivist*innen, Journalist*innen und Migrant*innen. Die Polizei und der Staat gehen mit rücksichtsloser Härte gegen Neuankommende vor, schiessen scharf und versuchen mit Tränengas und Blendgranaten Menschen am Grenzübertritt zu hindern.

Aufgrund der Grenzöffnung Erdogans und dem jahrelangen Wegschauen der EU steuern wir auf eine neue Dimension humanitären Elends zu. Wie und wo helfen, fühlen wir uns doch in unserer privilegierter Wohlstandsblase ohnmächtig und haben das Gefühl, der ganzen Tragödie tatenlos zusehen zu müssen.

Fangen wir so an: wir sammeln Geld. Dieses geht vollumfänglich an die No Border Kitchen – die zurzeit einzig übrige selbstverwaltete und -organisierte Organisation auf Lesbos. Auch sie waren von Angriffen betroffen, bei denen Menschen verletzt wurden, sowie auch Schaden an Sachen entstanden ist.

Diese verflixten Grenzen betreffen uns alle und gehören endlich auf den Müll! In Solidarität mit allen Menschen auf der Flucht.

Refugees welcome, keine*r ist irgendwo illegal.

Mehr Infos zur No Border Kitchen:
https://noborderkitchenlesvos.noblogs.org/
https://de-de.facebook.com/NBKLesvos/

Direkt Spenden:
IBAN: CH67 0839 0033 6030 1000 0
Philipp Bruderer
4512 Bellach
Alternative Bank Schweiz
4600 Olten
Referenz: donations

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